meine Heimat die Berge, besonders schön, wenn es schneit und alles so ruhig und friedlich ist oder zumindest scheint! Da oben, ist die Welt noch in Ordnung – einbisschen zumindest 🙂 Es gibt für mich fast nichts Schöneres als Zeit daheim auf dem Bauernhof zu verbringen.
Über Neujahr konnte mein Freund und ich ein paar freie Tage bei meinen Eltern geniessen. Während andere im Nebel sassen genossen wir die warme Sonne auf der Terrasse oder auf der Skipiste. Am Abend nach der Stallarbeit bei einem Fondue oder Raclette gemütlich weiterschlemmen (da wir ja in den letzten Wochen noch nicht genug gegessen haben… 🙂 und zusammen mit der Familie den Tag ausklingen lassen.
Morgens aufzustehen um die Tiere im Stall zu versorgen ist ein anderes Aufstehen als für den „normalen“ Berufsalltag, den wir beide sonst haben. Die Tiere freuen sich, wenn man in den Stall kommt, ihnen ihr Früchstück „serviert“ und sauber macht und unsere „Kuschelschafe“ freuen sich auch über jede Streicheleinheit. 🙂
Eine Runde Eislaufen oder Skifahren und mit Freunden im Après Ski aufs neue Jahr anstossen gehört natürlich auch dazu bevor wieder ein Schaf unsere Hilfe bei der Geburt benötigt. Meistens machen sie das ganz allein und ziehen sich zurück. Bei den Ausnahmen, die es gibt ist man aber froh, wenn man Vorort ist und eingreifen kann. So wie bei unseren Neujahrs – Zwillingen Simi & Susi. Das war es doch eher eine Zangengeburt…aber alle drei sind wohlauf.
Es ist jedes Mal ein kleines Wunder wenn wieder gesunde Lämmer zur Welt kommen. Das sind besondere Momente, die einem alles andere vergessen lassen. Momente in denen man voll und ganz da ist und nicht noch zig andere Sachen im Kopf hat.
Da wir Milchschafe halten, werden die kleinen mit der Flasche grossgezogen und bekommen schnell einen engen Bezug zu uns. Besonders unsere Sorgenkinder, welche mehr Betreuung brauchen als Andere, erkennen uns auch nach Monaten wieder auch wenn wir nicht tagtäglich bei ihnen sind.
Die „Pediküre“ unserer Schafe stand ebenfalls noch auf dem Programm. Damit sie gesunde Klauen haben und unbeschwert durch die Gegend spazieren können ist regelmässiges schneiden, säubern und pflegen sehr wichtig. Schafe sind relativ anfällig für Hufkrankheiten und wenn man sich nicht darum kümmert kann es schnell dazukommen, dass sie nur noch auf den Knien fressen. Erfreut sind die Wollknäuel meistens nicht aber mit einem Stück Brot nach der „Behandlung“ ist das unangenehme Gefühl schnell wieder vergessen.
Glücklich und zufrieden geht man an solchen Tagen ins Bett. Vielleicht auch etwas geschafft aber eher körperlich als „geistig“. Das Highlight am Schlafzimmer ist das Dachfenster direkt über dem Bett. Die Sicht auf den wunderschönen Winterhimmel mit all den unzähligen Sternen ist einfach fantastisch – Schäfchen zählen steht bei uns also eher auf dem Tagesprogramm und nicht abends beim Einschlafen 🙂
Das neue Jahr ist bereits einige Tage alt und ich freue mich riesig auf alles was noch kommt – besonders auf meine Weiterbildung, die mich meinem Traumberuf wieder einen Schritt näher bringt. Mehr dazu ein anderes Mal..
Ich hatte ja in den letzten Jahren bereits einen Traumberuf aber auch Träume können sich verändern und oft muss man etwas Neues wagen… ❤



Cheers to a happy & healthy New Year 2020!




