Indian Summer in Switzerland

nach Kapstadt und Havanna freute ich mich unglaublich auf meine Herbstferien in der Schweiz – keine Zeit Verschiebung, kein Jetlag, herrlich diese Vorstellung nicht?! Für die „Nichtvielflieger“ unter euch wohl eher komisch… 🙂

mit einem leckeren Brunch, bei herrlichem Wetter auf dem Niesen (BE) starteten mein Freund und ich unsere Ferienwoche. Die nächsten paar Tage stand Bauernhof-Urlaub bei meinen Eltern im Berner Oberland auf dem Plan. Wobei Urlaub nennt man das wohl eher nicht, da auch im Herbst einige Arbeiten erledigt werden müssen. Trotzdem ist es für uns mehr Erholung als Arbeit. Schafe melken, von der einen Weide auf die andere zügeln, zäunen, Stall umbauen für unsere Lämmer, Käse machen, den Garten und unseren „Pflanzblätz“ winterfertig machen, Grosseinkauf bei Landi 🙂 alles was zum Leben auf einem Bauernhof gehört und ganz nebenbei sämtliche Bewegungs- & Kalorienzahlen mit Leichtigkeit erfüllen 🙂 Jeden Tag an der frischen Luft arbeiten mit Blick auf die wunderschönen Berge, Sonnenschein, warme Temperaturen und die leuchtenden Farben der Wälder – was will man mehr! Eine Kaffeepause auf der Sonnenterrasse, beim zäunen die Aussicht geniessen und tief durchatmen oder mit unseren Wollknäueln kuscheln – arbeiten wo andere Ferien machen. Die doch bereits längeren Abende mit der Familie bei Raclette, Fondue oder Kürbissuppe und einem guten Glas Wein ausklingen lassen – das ist Lebensqualität. Und dann müde aber glücklich, zufrieden und erfüllt ins Bett fallen und mit Blick auf den Sternenhimmel einschlafen – Schäfchen zählen nicht mehr nötig 🙂

Von 1’300 gings dann auf 1’805 m.ü.M und wir haben uns noch ein Wochenende in Pontresina (GR) gegönnt – also eigentlich unser Weihnachtsgeschenk eingelöst. 🙂 Herrlich – Indian Summer in Switzerland! Atemberaubend die Farben, welche sich durch die zahlreichen Lärchenwälder im Engadin bieten. Das prachtvolle Wetter hat uns das Wochenende ebenfalls versüsst und wir konnten unsere Wanderschuhe satteln und uns in die Berge aufmachen. Nach einem Stück Bündner Nusstorte, einem Spaziergang durchs Dorf und dem ausgiebigen Einkauf regionaler Leckereien haben wir den Tag im SPA Bereich unseres Hotels mit anschliessendem Abendessen ausklingen lassen – pachific! (gemütlich wie man auf rätoromanisch so schön sagt). Bereits die Aussicht aus dem Hotelzimmer war wunderschön – diese wurde aber durch unseren Helikopterrundflug am Sonntagmorgen um einiges überboten. Nahe den Gipfeln des Piz Palü und Piz Bernina entlang dem Morteratsch-Gletscher, hoch hinaus über die Bergstation vom Corvatsch zurück auf den Flughafen Engadin. Geflasht von diesem Ausflug haben wir uns dann auf den Muottas Muragl aufgemacht. Mit dem Bus in wenigen Minuten von Pontresina zur Talstation anschliessend mit der Standseilbahn zur Bergstation, die auf 2’456 Meter liegt. Weiter gings dann über den Panoramaweg zum unteren Schafberg, wo wir uns eine leckere Bündner Gerstensuppe gegönnt haben und anschliessend weiter hinunter ins Tal, zurück ins Dorf zum Hotel gewandert sind.  Diese Wanderung ist eher gemütlich und auch für ungeübte Berggänger geeignet. Die Aussicht über das Tal, die Seen, das grandiose Panorama der Berninakette, der Duft der Lärchen und Arven – ein Traum. Bekannt ist dieses Gebiet für die heimischen Steinböcke und tatsächlich sind uns drei Stück über den Weg gelaufen also eher gesprungen – blitzschnell, für ein Foto war ich leider zu langsam…

Schon war das Wochenende wieder zu Ende und wir mussten die Heimfahrt antreten. Mit einem Rucksack voller schönen Momenten, Nusstorte und Salsiz (und auch noch etlichen Lärchennadeln überall) 🙂 sind wir wieder zurück und freuen uns über den nächsten Besuch im Büdnerland…

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Viva la Grischa! (es lebe Graubünden) ❤

ania