Ho-Chi-Minh-City – Vietnam

letzte Woche war es soweit und ich durfte eine neue Stadt und ein neues Land besuchen. Ich freute mich sehr, dass ich meine „Horizonterweiterung“ in Richtung Osten fortsetzten konnte. Der andere Teil der Erde habe ich bereits relativ grossflächig besucht wobei mir vom Osten noch viel fehlt (bis jetzt bin ich „nur“ bis Phuket , Thailand gekommen)…

Nach einem ruhigen und angenehmen Nachtflug sind wir dann früh morgens auf dem Ho-Chi-Minh-City Airport (SGN) gelandet und  nach einer kurzen Fahrt durch den Morgenverkehr müde im Hotel angekommen.

Unter ihrem alten Namen Saigon (Sài Gòn), der auch noch heutzutage parallel zu Ho-Chi-Minh-Stadt verwendet wird, war sie bis zum April 1975 Hauptstadt der Republik Vietnam. Nach dem Abzug der US-Truppen und der militärischen Niederlage der südvietnamesischen Regierung wurde die Stadt 1976 nach dem 1969 verstorbenen nordvietnamesischen Staatschef Ho Chi Minh benannt.

Unser Crewhotel liegt im Distrikt 1 und ist somit sehr zentral gelegen, die Stadt und das Zentrum erreicht man in wenigen Minuten zu Fuss. Nach einem kurzen Nickerchen und einer erfrischenden Dusche habe ich mich mit einem Kollegen aufgemacht. Ohne Ziel einfach mal losziehen und schauen, was diese Stadt mit 7,1 Millionen Einwohnern (Stand 2009) zu bieten hat. Da einige Tage vorher das Vietnamesische Neujahr (Tet-Fest*) gefeiert und auf das „Jahr des Schweines“ eingeläutet wurde war alles noch festlich mit viel Glitzer, Lametta und tausenden von  gelben Blumen & Blüten geschmückt. Es war verhältnismässig ruhig obwohl es mir immer noch ein Rätsel ist, wie sich die vielen Scooter, Roller und Autos durch die Strassen wälzen ohne, dass man irgendwo einen Unfall sieht – bei uns unvorstellbar eine solche Verkehrsführung mit diesen Mengen an Fahrzeugen 🙂 Die „Ruhe“ in der Stadt hatte ebenfalls mit dem Tet-Fest zu tun, da wohl viele Familien zu ihren Verwandten aufs Land gefahren sind um dort zu feiern. Die Stadt finde ich sehr sauber und aufgeräumt, an jeder Ecke hat es gemütliche Restaurants und Cafés, die zum verweilen einladen. Ho-Chi-Minh City oder auch Saigon genannt ist eine sehr vielseitige Stadt mit einem etwas europäischen Einfluss aber auch das typische asiatische fehlt natürlich nicht. Den ganzen Nachmittag sind wir durch die Stadt geschlendert und haben mal hier mal da ein Kaffee getrunken (Vietnam ist der zweitgrösste Kaffeeproduzent der Welt) und uns einen Überblick verschaffen und die wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeiten entdeckt. Nach einer traditionellen Nudelsuppe (natürlich mit Stäbchen gegessen) haben wir in einem kleinen Reisebüro einen Ausflug ans Mekong-Delta für den nächsten Tag gebucht.  Mal wieder ausgeschlafen (oder es fühlte sich zumindest so an) haben wir uns am nächsten Morgen mit fast der ganzen Crew auf den Weg gemacht. Wir wurden von unserem persönlichen Guide und dem Driver im Hotel abgeholt und nach einer ca. 2 stündigen Fahrt mit vielen Infos über Land und Leute haben wir das Mekong Delta erreicht, wo wir auf ein Boot umsteigen konnten. Weiter ging es zu einer „Bienen Farm“, dort gabs leckeren, frischen Honig und Tee. Mit einheimischem Gesang und Musik bei frischen Früchten ging der Tag weiter. Später konnten wir auf kleine Boote umsteigen und sind dann zu unserer Mittagslocation gefahren. Einheimisches Essen mit viel Fisch und Meerestieren wartete auf uns (leider nicht so meins) aber auch ich musste nicht hungrig vom Tisch und habe mich mit Nudeln und Frühlingsrollen vollgeschlagen 🙂

Auf dem Rückweg besuchten wir noch den Vĩnh Tràng Tempel und beim Anblick der Buddhas fühlte ich mich irgendwie in diesem Land angekommen. Nicht das ich etwas mit dem Buddhismus zu tun habe aber trotzdem, war es genau so wie man sich das vorstellt und der Duft der vielen Räucherstäbchen haben dieses Gefühl noch vervollständigt. 🙂

Nach dem Apèro in einer kleinen, schmucken Roof top Bar bei gemütlicher Musik einem anschliessenden, leckeren Sushi Abendessen stand endlich Schlafen auf dem Plan und schon stand der letzte Tag von meinem Vietnam-Layover an. Nach einen herrlichen und ausgiebigen Frühstück habe ich mich auf den Weg zum Ben Thanh Market gemacht – Souvenirs, Früchte, Kleider, Essen, frisches Fleisch und Fische, Gewürze, Haushaltsartikel und vieles mehr, soweit das Auge reicht, Geschmäcke und Düfte, wo beinahe alle Sinnesorgane durcheinander kommen. 🙂 trotzdem ein tolles Erlebnis und ich empfehle jedem der in Vietnam ist einen solchen Markt zu besuchen. Ich konnte mich gar nicht entscheiden, was ich kaufen sollte und ob ich überhaupt etwas brauchte 🙂 Somit habe ich mich mit dem obligaten Kühlschrankmagnet für mich und Mami und Kaffeebohnen auf den Rückweg ins Hotel gemacht.

Das Klima war sehr angenehm und es wurde von Tag zu Tag heisser, hatte ich zumindest das Gefühl somit verbrachte ich den restlichen Tag am Pool um auch mal wieder etwas Farbe auf meine „winterweisse“ Haut zu bringen. Nach einem kleinen Abendessen und Vorbereitungen für den Heimflug am nächsten Morgen früh, habe ich versucht zu schlafen, aber leider kann man schon fast sagen ohne Erfolg – the struggle is real :)… aber trotzdem habe ich den langen Heimflug überstanden und ich freute mich riesig die kommenden Freitage mit meinem Freund und der Familie auf dem Bauernhof zu verbringen – in einer anderen Welt abseits von Menschen und Strassenlärm, in der Natur und der frischen Luft….

recommended places & restaurants

  • Miscellaneous 🙂 –>
    • Ausflug ans Mekong Delta oder wer länger Zeit hat, fährt nach Hanoi

Im März habe ich voraussichtlich nochmals diese Rotation geplant und freue mich, mehr von diesem Land zu entdecken.

*Vietnamesisches Neujahrsfest – Tet Nguyen Dan.
Tet, das vietnameische Neujahrsfest nach dem Mondkalender ist bei weitem das wichtigste Fest im Land. Offiziell sind an Tet nur 3 Tage frei, jedoch wird in der Woche zuvor und danach nicht oder nur verkürzt gearbeitet!

cảm ơn (danke) Vietnam und bis Bald.

ania

Quelle; Wikipedia /Tourguide /eigene Erfahrungen